Heilwasser
Es ist die Magie des Wasser im Solbad Minden. Lesen Sie mehr über die Zusammensetzung des Solwassers:
Zur Chemie des Heilwassers:
Das Solewasser zeichnet sich durch einen unvergleichbar hohen Gehalt an Salz und Eisen aus. Es zählt daher auch zu den eisenhaltigsten Solen Europas und zu den salzhaltigsten Wässern Deutschlands. Bemerkenswert ist zudem der hohe Gehalt an Kohlensäure.
Da der Mineralgehalt nur zwischen 8,3 und 11 % schwankt, ist sichergestellt, daß in einem Vollbad mindestens 16 kg gelöste Stoffe enthalten sind. Dies ist aus medizinischen Gründen sehr bedeutsam, denn ein hoher Mineralgehalt intensiviert die chemisch-biologischen und physikalischen Prozesse während des Badens und nach der Kur. Zugleich sind Behandlungen bei Patienten mit rheumatischen Beschwerden selbst auch dann vertretbar, wenn leichte Herz- und Kreislaufbeschwerden vorliegen.
Die Heilwirkung des Solwassers:
Die Salze geben im Wasser ihre Stofflichkeit auf. Sie sind keine festen Bestandteile mehr und wandern an jede Stelle der Flüssigkeit. Die Mineralien vermögen dadurch Stoffe aus dem badenden Körper zu locken und im Austausch in den Organismus einzudringen. So setzt sich der Badende mit dem Quellwasser in eine rege Wechselbeziehung.
Im gesunden Körper herrscht zwischen allen Stoffen ein chemisches Gleichgewicht, das durch Krankheit gestört werden kann. Ein Zuviel an Schlackenstoffen erzeugt ein Druckgefälle von innen nach außen. Im Bad vermag sich dieser Überhang auszugleichen.
Durch die Wasserwärme erweitern sich außerdem die Gefäße, bis sie das Blut dicht unter der Haut leiten. Das Badewasser bekommt Kontakt mit dem Gewebswasser. Das Herz pumpt vermehrt Blut in die erweiterten Gefäße. Die Lunge ventiliert kräftiger und sättigt das Blut mit Sauerstoff. Muskeln und Gewebe werden besser durchsaftet. Verspannungen und Härten lösen sich leichter, weil der Körper ohne Muskelanspannung in der Sole schwebt.
Der Heilprozess ist hinsichtlich seiner Art und Dauer unterschiedlich. Dies gilt insbesondere für Patienten mit rheumatischen Beschwerden. Teilweise ist eine allmähliche Genesung schon während der Behandlungsserie erkennbar - unter Umständen verbunden mit einer leichten Zunahme der Beschwerden bis zur 5. oder 6. Behandlung. Teilweise stellt sich der erhoffte Therapieerfolg aber auch erst nach 6 bis 8 Wochen ein.
Eine Geologie-Betrachtung des Solevorkommens finden Sie im Sonderdruck:
Heilbad und Kurort, Zeitschrift für das gesamte Bäderwesen Flöttmann Verlag, Postfach 1704, 3330 Gütersloh

